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01.11.2013

Editorial: Strategisches Denken

In den guten alten Zeiten, als ich noch zu viel Zeit hatte, habe ich manchmal auf Phoenix Parteitage geschaut. Von den Grünen zum Beispiel, da ging es immer so schön chaotisch zu: Anträge, Änderungsanträge, Anfragen, Interventionen des Vorstandes, Abstimmungen, Beschlüsse. Am Ende war es schwer zu sagen, wer oder welche Positionen nun gewonnen und welche verloren hatten. Meistens hatte ich den Eindruck, dass der Vorstand seine Positionen durchsetzen konnte.

Auf dem Aktiventreffen in Seeheim bei Frankfurt durfte ich nun ein mensanisches Reenactment so einer Veranstaltung erleben. Einige Aktive nutzten die Aussprache mit dem Vorstand, um sich über die schlechte Behandlung durch einen Teil der Vorstandsmitglieder zu beschweren. Höhepunkt war die öffentliche Auswertung des internen E-Mail- Verkehrs und die gegenseitige Beschuldigung zu lügen. Dazu hatte dann natürlich jeder etwas zu sagen und so zog sich die Diskussion bis zum Ende des Treffens hin.

Dadurch wurde leider die Gelegenheit verpaßt, wie angekündigt über die Strategie von Mensa zu diskutieren. Falls ihr es noch nicht wißt: Es gibt einen Strategie-Arbeitskreis, bei dem jeder mitmachen darf. Ich habe die Diskussionen mit den Mitgliedern zum Anlass genommen, mal in die Satzung zu schauen und lese da unter §2, Zweck und Ziele des Vereins:

  • Erforschung von Art, Charakteristik und Anwendung von Intelligenz,
  • das Bereitstellen kostengünstiger Gruppen-Intelligenz-Tests für Jedermann,
  • die Durchführung und Unterstützung wissenschaftlicher Veranstaltungen, Forschungsvorhaben und von Bildungsangeboten,
  • die Förderung von besonders begabten Kindern und Jugendlichen sowie deren Erfahrungsaustausch untereinander und auch unter ihren Eltern,
  • die Vermittlung von Kontakten zwischen intelligenten Menschen aus allen Lebensbereichen,
  • regionale und überregionale Veranstaltungen und einen zentralen Veranstaltungskalender

Also für mich besteht da Diskussionsbedarf. happy smiley

Im Eddie-Kreis war es deutlich produktiver. Praktisch alle Ortsblätter haben mittlerweile auf Scribus als Desktop-Publishing-Software umgestellt und die Ortsblätter werden nur noch in Ausnahmefällen per Post versandt. Mit dem MindMag wurde abgestimmt, dass Artikel in unterschiedlichen Versionen in der nationalen und der regionalen Publikation erscheinen dürfen. Außerdem wurde beschlossen, Neuland zu betreten: Das Milljöh wird ab irgendwann im nächsten Jahr als Blog erscheinen. Dadurch verspreche ich mir eine zeitnähere und interaktivere Berichterstattung über die Veranstaltungen von MiBB. Wie das genau aussehen wird, ist noch unklar, vermutlich fangen wir mit der Erstellung eines passenden Designs und eines Gesamtkonzeptes für die Berliner Webseite an. Wenn ihr dazu eine Meinung habt und/oder handwerklich etwas beisteuern wollt: Macht mit! Ich freu mich über jede konstruktive E-Mail zum Thema.